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Der Einkauf wählt unter den Anbietern nach wirtschaftlichen Kriterien die optimale Lösung für den speziellen Fall aus. Dabei wird nicht nur der Preis berücksichtigt, sondern auch die Qualität der Produkte eines Lieferanten sowie logistische Modalitäten. In der Regel entstehen über die Zeit vom Einkauf aus Lieferantenbeziehungen, die langfristig orientiert sind, da ein Wechsel Transaktionskosten verursacht. Diese entstehen nicht nur wegen den Such-, Informations- und Anbahnungskosten, sondern auch durch die Notwendigkeit von Umstellungen in den Prozessabläufen und der anfänglich aufwändigeren Kontrolle der Leistungen. Neben der Suche nach geeigneten Lieferanten durch den Einkauf werden Ausschreibungen genutzt, um potentielle Lieferanten zur Abgabe eines Angebotes zu bewegen. Nach Ablauf einer vorgegebenen Frist werden die Angebote verglichen und eine Auswahl vorgenommen. Insbesondere bei Beschaffungsvorhaben der öffentlichen Hand müssen Ausschreibungen ab einem Auftragswert von in der Regel 10.000 Euro ausgeschrieben werden (unterschiedliche Regelungen in den Bundesländern). Um einen möglichst großen Kreis an Wettbewerbern zu erfassen, gibt es im Internet eine Reihe von Beschaffungsmarktplätzen, in denen Ausschreibungen zu finden sind. Damit erleichtert der Einkauf dem Vertrieb von Lieferunternehmen die Geschäftsanbahnung und reduziert den eigenen Aufwand für die Einholung von Angeboten. Sofern die erzielten Einsparungen weitergegeben werden, kommt dem Verbraucher der Nutzen zu. Durch die Bildung von Einkaufsringen wird die Auftragsgröße gesteigert, um den Preis aufgrund der Liefermenge zu reduzieren. Die Kosten des Lieferanten sinken aufgrund von Mengendegressionseffekten, zudem vereinfacht ihm die gebündelte Beschaffung die Planung seiner Produktion. Auch im Dienstleistungsbereich, beispielsweise bei der Lieferung von Energie, ergeben sich Synergieeffekte, die die Kosten reduzieren. In Märkten mit stark schwankenden Rohstoffpreisen hat der Einkauf eine zentrale Stellung im Unternehmen, da von ihm die Preispolitik des Unternehmens besonders abhängt. Die Einkäufer benötigen besonderes Geschick und analytische Fähigkeiten, um Prognosen der zukünftigen Preisentwicklung zu erstellen. Damit sichern sie die Konkurrenzfähigkeit ihres Unternehmens, was durch die fortschreitende Liberalisierung in vielen Bereichen dringend erforderlich ist.
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